Do you speak EXIF? Metadaten und Co.

Wer,was,wie und wo? Metadatenhelfen diese doch äußerst wichtigen Fragen zu klären. Und Metadaten können noch mehr. Mit ihrer Hilfe fotografieren sie besser: Die Exif-Daten enthalten die wichtigsten Aufnahmedaten wie Blende, Belichtung, Brennweite.

Bei unscharfen und verwackelten Bildern reicht ein Blick auf die Metadaten, um den Fehler zu finden. Liegt die Belichtungszeit beispielsweise unter 1/30 Sekunde, haben Sie die Ursache des Verwackeln gefunden. Auch wenn das Bildergebnis in der Verteilung der Schärfentiefe nicht mit Ihren Vorstellungen übereinstimmt hilft eine Analyse der Exif-Daten um den Fehler zu finden und direkt zu beheben.

Exif ist die Kurzform von „Exchange Image Format for Digital Still Cameras“ und bezeichnet ein Metadatenformat, das die JEIDA (Japan Electronic Industry Development Association) entwickelt hat. In den Exif-Daten werden sowohl die Aufnahmeparameter wie Blenden, Brennweite und Verschlusszeit also auch Kameradaten wie Model, Uhrzeit und Datum sowie GPS-Daten gespeichert. Die Exif-Daten werden zusätzlich zu den Bilddaten in dieselbe Datei abgespeichert. Nicht alle Programme erkennen Exif-Daten. Einige Programme überschreiben sogar die Exif-Daten bei einer erneuten Speicherung und das obwohl sich dieses Metadatenformat als Standard etabliert hat. Unter Windows XP lassen sich die Exif-Daten über das Kontextmenü der rechten Maustaste (Eigenschaften| Dateiinfo) anzeigen. www.exif.org

Organisieren und archivieren mit Metadaten

Jetzt wo Sie viele gute Fotos machen, helfen Ihnen erneut die Metatdaten. Dieses mal in Form der ITPC-Daten (International Press Telecommunication Council): . Mit Hilfe dieser, verschlagworten Sie Ihre Aufnahmen und fügen weitere Aufnahmedaten oder Copyrightvermerke hinzu. Photoshop unterstützt das Editieren von ITPC-Daten über die Funktion Datei/ Informationen.

Es empfiehlt sich, möglichst früh mit einer nach den eigenen Bedürfnissen ausgerichteten Datenorganisation zu beginnen und diese auch konsequent weiter zu verfolgen. Dabei kann man sich an internationalen Standards orientieren, so dass Ihre Bilddaten auch in anderen Ordnungssystemen wiedergefunden werden können. Ein Tipp: Leerzeichen, Umlaute und Sonderzeichen sollten Sie bei der Benennung Ihrer Bilddaten aufgrund unterschiedlicher Computerplattformen und Betriebsysteme nicht verwenden. Achten Sie zudem auf die korrekte Dateiendung. Insbesondere bei Mac-Systemen wird die entsprechende Endung nicht immer automatisch an die Datei angehängt.

DPOF (Digital Print Order Format): Damit Bilddateien direkt ohne den Umweg über den Computer gedruckt werden können, sind weitere Eingabemöglichkeiten nötig. Diese Daten werden im Digital Print Order Format gespeichert. Darunter Angaben über die Größe der zu druckenden Datei, deren Ausrichtung, wie viele Kopien gedruckt werden sollen und welche zusätzlichen Angaben wie Dateiname, Datum et cetera mit auf den Print kommen.

PictBridge ist eine Weiterentwicklung des DPOF-Formats und dient dem Datenaustausch zwischen kompatiblen Digitalkameras und Druckern unterschiedlicher Hersteller. Dabei fließen Aufnahmedaten in die Druckaufbereitung ein.

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