Einsteigerseminar Digitalfotografie – Termine 17/2

canon_650dDie Termine des Einsteigerseminars – unserem „Klassiker“ –  im 2. Semester 2017 lauten:  11. Oktober und 13. Dezember – jeweils von 18:30 bis 22 Uhr.

Weg vom Knipsen, hin zum Fotografieren: In diesem Kompaktseminar für alle Kamerasysteme lernen Sie die grundlegenden Einstellungen in der Digitalfotografie kennen und stellen diese anhand vieler praktischer Beispiele direkt an Ihrer Kamera ein. Auf der Themenliste stehen Punkte wie das kreative Spiel mit Schärfe und Unschärfe mittels Blende und Belichtungszeit, die richtige Belichtungsmessung, realistische Farben mit dem passenden Weißabgleich und der Einsatz von Bildstilen von kräftig bunt bis Schwarzweiß. In der Summe führen die besprochenen Einstellungen zu einer deutlich besseren Bildqualität und Sie erweitern Ihre kreativen Möglichkeiten beim Fotografieren.

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Up to date: Mit der FAN-Workshop-App immer auf dem neusten Stand

Foto 3News, Termine, Galerien & Rabatte – die neue App der Fotoakademie Niederrhein bringt alle Interessierten stehts auf dem neusten Stand. Wie sehen die Ergebnisse vom letzten Praxis-Workshop „on location“ aus? Welche Termine stehen in den nächsten Tagen an, welche Rabatte gewähren Kooperationspartner und gibt es noch freie Plätze bei den nächsten Seminaren? Die Fotoakademie Niederrhein Workshop App hält Antworten auf alle diese Fragen bereit. Die FAN Workshop-App ist plattformübergreifend sowohl für Mac iOS wie für Android basierte Smartphones und Tablets in den jeweiligen App Stores erhältlich. Wer lieber den klassischen Weg der Infomationsbeschaffung bevorzugt, den informiert nach wie vor der Fotoakademie Niederrhein Newsletter.

Die FAN Workshop App im iTunes App Store

Die FAN Workshop App im Google Play Store

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Artikel in ProfiFoto und ProfiFoto Spezial

Foto_web_klDas ProfiFoto Spezial 130 steht ganz im Zeichen der EOS 70D. Der Praxisbericht von Seite vier bis Seite 9 inklusive der Bilder stammt aus meiner Feder beziehungsweise meiner EOS 70D. Das 20 seitige Spezial gibt es als kostenlosen PDF-Download unter http://www.profifoto.de/aktuelle-ausgabe/profifoto-spezial/

 

Im Mantelheft ProfiFoto 12/13 findet sich zudem noch ein Bericht über das Canon EF 200-400mm 1:4L IS USM Extender 1,4x mit Bilder vom letzten Einsatz auf dem Nürburgring. http://www.profifoto.de

 

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Warum Sie hier einen Workshop buchen sollten…

Die Fotoakademie Niederrhein setzt insbesondere auf Qualität in der Vermittlung von Workshopinhalten. Dies geschieht zum einen durch

1)  erfahrene Trainer und Coaches, die zu den Experten auf ihrem Gebiet zählen…

2) die multimediale Vermittlung von sorgfältig vorbereiteten und aufbereiteten Kursinhalten mit gedruckten Skripten, Power-Ponint-Präsentationen und Bildbesprechungen

3) das Bereitstellen des jeweils richtigem Equipment für die Workshopteilnehmer durch Partner wie Canon, Hensel und enjoyyourcamera…

4) die Online-Nachbesprechung, die nachdem die Kursinhalte ein paar Tage „gesackt“ sind, eine abschließende Bildbesprechung und Klärung von Fragen ermöglicht….

5) und durch eine einfache und schnelle Anmeldung über das Online-Buchungssystem, das einen aktuellen Überblick über die freien Plätze und ein Gutscheinmodul bietet.

 

Was diese Punkte im Detail bedeuten, lesen Sie hier.

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Gutscheine zum Verschenken

Unser Online-Shopsystem bietet nun die Möglichkeit Gutscheine auszustellen. Sie bestimmen dabei den Wert und bezahlen bequem per Kreditkarte oder Überweisung. Die Gutscheine können uneingeschränkt für das gesamte Workshop- und Coachingprogramm genutzt werden. Im kommenden Semseter sind das immerhin mehr als 20 Veranstaltungen – vom Sport- und Reportageworkshop auf der Galopprennbahn bis hin zum XXL-Einstegerworkshop im Fotostudio.

Zum Online-Shopsystem

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Die Fotoakademie-Niederrhein

Die Fotoakademie Niederrhein gehört zur Foto goes Art-Gruppe und wird vom renommierten Fachredakteur und Fotobuchautor Dirk Böttger (Foto) geleitet. Das Programm besteht aus individuellen Fotocoachings, fundierten Fotoworkshops und VHS-Seminaren sowie themenbezogenen Fotoreisen.

Fotoakademie Niederrhein – wir leben Fotografie!

Wie viele der Workshopteilnehmer ist Dirk Böttger selber „fotoverrückt“ und mit Spaß an der Sache dabei.

Fachliche Kompetenz erarbeitet sich der Redakteur und Autor während seiner langjährigen Tatitkeit bei der Fachzeitschrift Photographie, wo er zuletzt als Ressortleiter est & Technik sowie als Chefredakteur Online Verantwortung übernahm.

Derzeit arbeitet der Fachjournalist als Chef vom Dienst Print/Online beim renommierten Fachmagazin ProfiFoto.

Zudem hat sich versierte Texter und Fotograf auch als Autor einen Namen gemacht. Seine unter anderem für den deutschen Fotobuchpreis nominierten Werke sind im MITP-Verlag in der Edition ProfiFoto erschienen. Darunter Ratgeber zum Thema Bildbearbeitung und Fachbücher über das EOS System sowie über einzelne Kameramodelle wie die EOS 5D Mark II oder die EOS 7D.

Das fundierte Fachwissen rund um die kreativen wie handwerklichen Aspekte der Fotografie nutzt der Praktiker bei seinen Workshops, die in Kooperation mit verschiedenen öffentlichen Trägern, Vereinen und Firmen organisiert werden.

Mehr zur Fotoakademie-Niederrhein unter Programm & Philosophie

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Foto-Kreativ: Unbunt – Motive in Schwarzweiß

»Schwarzweiß in der Kamera einstellen? Mach’ ich nachher in der Bildbearbeitung«, dieses Argument fällt beim ein oder anderen Workshop des Öfteren. Nicht zu Unrecht, denn die Bildbearbeitung am Computer bietet vielfältige Möglichkeiten der Schwarzweiß-Umwandlung und man hält sich nach wie vor die Option offen, das Motiv auch als Farbfoto zu verwenden . Ein wichtiger Aspekt, der für das Fotografieren in Schwarzweiß spricht, ist die Motivfindung. Der Gedanke im Hinterkopf, dass in der Kamera ein SW-Film oder ein auf SW eingestellter Sensor arbeitet, verändert die Wahrnehmung. Motive, die sich für eine SW-Aufnahme eignen, springen dann eher ins Auge, als wenn der Fotograf auf »Farben sehen« eingestellt ist.

Ein weiteres Argument spricht für die SW-Fotografie in der Kamera – nämlich die Flexibilität, mit der die Kamera optimal auf das SW-Motiv eingestellt werden kann. Neben den bereits erwähnten Bildstil-Parametern Schärfe und Kontrast bietet die SW-Einstellung verschiedene Filtereffekte von Gelb über Orange bis hin zu Rot und Grün an. Diese Effekte wirken wie die bereits aus der analogen Fotografie bekannten Filter. Der Gelbfilter hellt grünliche Farbtöne auf und lässt diese auf dem SW-Bild heller erscheinen. Gleichzeitig wird das Blau des Himmels etwas abgedunkelt. Steine, Holz, Stoffe und Sand werden beispielsweise natürlich wiedergegeben. Der Rotfilter kommt oft bei Landschaftsaufnahmen zum Einsatz, bei denen der Kontrast im Allgemeinen und zwischen Himmel und Wolken im Speziellen erhöht werden soll. Der Rotfilter dunkelt blaue Flächen ab, vergrößert den Kontrast zwischen hellen und dunklen Bildpartien, hellt rote Motivteile auf und unterdrückt sogar Dunst. Der Orangefilter liegt in seiner Wirkung zwischen dem Gelb- und dem Rotfilter. Der Grünfilter dunkelt den Himmel nur leicht ab, hellt grüne Flächen wie Wiesen oder Bäume auf, dunkelt rote Motivteile ab und – was für die Porträtfotografie sehr wichtig ist – hellt Hauttöne auf.

Damit aber nicht genug: Das SW-Bild kann auch direkt eingefärbt werden: Sepia, Blau, Violett und Grün stehen zur Wahl. Besonders der Sepiaeffekt, der den Bildern einen antiken Touch gibt, und der Blaufilter für Aufnahmen in der Motivwelt »Business« leisten gute Dienste.

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Foto-Basics: Aufnahmen mit Stil – Bildstile

Die Picture-Style- oder Bildstil-Funktion beziehungsweise die Parameter oder Bildeinstellungen im Aufnahmemenü regelt Schärfe, Kontrast, Farbsättigung und Farbton. Dies ist zum Beispiel dann notwendig, wenn die Bilddaten nicht mehr nachbearbeitet werden oder direkt – ohne Umweg über einen Computer – ausgedruckt werden sollen.

 

Stichworte zum Inhalt

Picture-Style/ Bildstil-Funktion

Schwarzweiß-Aufnahmen

Filter

 

Die Bildstile mit ihren voreingestellten Werten für beispielsweise »Standard«, »Porträt«, »Landschaft«, »Neutral«, »Natürlich« und »Schwarzweiß« bieten optimierte Aufnahmeparameter für das jeweilige Motiv. Die Einstellung »Standard« liefert gegenüber der »Neutral«-Einstellung mehr Schärfe und Brillanz – also direkt druckfähige Daten ohne Nachbearbeitung. Bei »Porträt« steht die korrekte Hauttonwiedergabe im Mittelpunkt, während bei »Landschaft« die Grün- und Blautöne verstärkt werden. Mit der Einstellung »Natürlich« werden alle Farben fotometrisch korrekt wiedergegeben. Wichtig, wenn es um eine exakte Reproduktion von Farben geht. Und in der Einstellung »Schwarzweiß« können Filtereffekte für SW-Fotos vorgegeben oder gleich das ganze Bild getont werden. Neben den voreingestellten Modi können auch »Anwender definierte« Sets programmiert werden.

Per Tastendruck können Sie sich die einzelnen Einstellungen der Aufnahmeparameter anschauen. Wenn Sie alle Parameter einmal verändern, kommen Sie zumindest bei Canon-Modellen auf 5.800 mögliche Einstellungen. Auch dabei gilt: Viel Spaß beim Ausprobieren.

Moderates Schärfen sollen Sie dann einstellen, wenn keine anschließende Bearbeitung am Computer erfolgen soll. Stark nachgeschärfte Fotos sind nur bedingt für die weitere Verarbeitung am Computer geeignet. Mit zunehmender Schärfe treten auch Bildfehler wie beispielsweise Kantensäume verstärkt auf und die ruinieren das beste Motiv. Also, moderates Nachschärfen schützt insbesondere bei Motiven mit vielen kleinen Details vor Bildfehlern.

Flaue Motive – beispielsweise eine Skyline im Nebel – bekommen durch eine Pluskorrektur in der Kontrasteinstellung mehr Pep. Im Umkehrschluss sollten sehr kontrastreiche Motive wie ein Bergmassiv mit schneebedeckten Gipfeln eher in den Minusbereich korrigiert werden, damit die hellen Bildbereiche nicht »ausfressen« oder die dunklen Stellen im Bild nicht »zulaufen« – also keine Zeichnung mehr zeigen.

Die Farbsättigung kann analog zum Kontrast eingestellt werden. Flaue Farben wirken durch eine Korrektur in den Plusbereich kräftiger und umgekehrt – was allerdings selten der Fall ist – können zu kräftige Farben durch eine Korrektur in den Minusbereich abgeschwächt werden.

Die Einstellungen für den Farbton unterliegen in erster Linie dem individuellen Farbempfinden und dem persönlichen Geschmack.

Tipp

Für Fotografen, die ihre Fotos am Computer nachbearbeiten, liefert der Bildstil »Neutral« die besten Ergebnisse.

 

Fazit

Mit der Bildstil-Funktion kann man die Digitalkamera auf seinen persönlichen Aufnahmestil einstellen. Ob man dabei zunächst auf die voreingestellten Vorgaben zurückgreift und erst später individuell konfiguriert oder ob man stets auf »Neutral« arbeitet, um das optimale Ausgangsmaterial für eine spätere Bearbeitung am PC zu erhalten, bleibt den persönlichen Vorlieben überlassen. Die Digitalkamera bietet den kreativen Spielraum für alle Optionen.

 

Tipp

Gehen Sie in eine gewohnte Umgebung oder eine Umgebung, in der Sie bereits viele Farbaufnahmen gemacht haben. Schalten Sie die Kamera auf Schwarzweiß um und fotografieren Sie. Sie werden über die bewusst veränderte Wahrnehmung und die daraus resultierenden Bildergebnisse positiv überrascht sein. Mehr dazu hier

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Farbe und Weißabgleich

Bei der analogen Fotografie leistet die neutrale Graukarte gute Dienste, wenn es um die Messung der optimalen farbgetreuen Belichtungswerte geht. Um das Messen mit der Graukarte zur Ermittlung der Zeit-/Blendenkombination kommt auch der Digitalfotograf nicht herum. Die »richtige« Farbgebung im Bild steuert er dagegen mittels Weißabgleich.

 

Stichworte aus dem Inhalt

Farben

Farbtemperatur

Kelvin

Weißabgleich (White Balance, WB)

 

 

Der Weißabgleich in der Digitalkamera bewirkt, dass die drei Farbkanäle Rot, Grün und Blau so aneinander angeglichen werden, dass weiße Bildteile eines Motivs ohne Farbstich wiedergegeben werden. Es wäre ja auch zu schade, wenn der blaue Himmel im Bild grünlich leuchtet oder der Teint des Modells dank Glühbirnenlicht purpur schimmert. Verantwortlich für falsche Farben oder Farbstiche sind in der Regel die unterschiedlichen Charakteristika verschiedener Lichtquellen, die das Motiv beleuchten. Glühlampenlicht mit etwa 2900 Grad Kelvin hat beispielsweise eine geringere Farbtemperatur als Tageslicht mit etwa 5500 Kelvin. Generell gilt: Je niedriger die Farbtemperatur, desto rötlicher, und je höher die Farbtemperatur, desto bläulicher wirkt das Motiv auf dem Foto. Abbildung 2.25 zeigt einige typische Lichtsituationen und die dazugehörenden Farbtemperatur in Grad Kelvin.

Wege zum korrekten Weißabgleich

Vier Wege führen bei den Digicams zum Weißabgleich: Der automatische Weißabgleich (AWB, Automatik White Balance) ermittelt anhand der Farbcharakteristika des Motivs, welche Lichtquelle vorliegt und welcher Weißabgleich zur richtigen Farbe führt. Erkennt die Kamera beispielsweise ein Motiv im Sonnenschein, dann wird dieses in warmen Farbtönen wiedergegeben. Das klappt in der Regel mit den unterschiedlichsten Motiven und Lichtstimmungen einwandfrei. Nachteil der Automatik: Sie versagt bisweilen bei Mischlichtsituationen, also dann, wenn verschiedene Lichtquellen das Motiv beleuchten.

Der zweite Weg führt über voreingestellte Werte, die bereits in die Kamera einprogrammiert sind. Typische Lichtsituationen werden dabei mit Weißabgleichseinstellungen verknüpft. Viele Digitalkameras bieten beispielsweise Weißabgleiche für Sonnenlicht, Schatten, Blitzlicht, Leuchtstoffröhren und Glühlampen. Dabei regelt die Kameraelektronik die Farbwiedergabe nicht nur mit einem Fixwert, sondern kann in einem gewissen Farbtemperaturbereich flexibel auf die Lichtsituation reagieren, denn das Tageslicht am Mittag ist ein anderes als am Abend, und die 25-Watt-Glühbirne erfordert eine andere Einstellung als die stärkere 100-Watt-Variante.

Apropos Glühbirne: Bei diesem Weißabgleich ist bei den Digitalkameras nicht die Schreibtischleuchte gemeint, sondern die Halogen-Filmleuchte mit einer Farbtemperatur zwischen 3.200 und 3.400 Kelvin.

Der dritte Weg zum Weißabgleich: Bei fast allen digitalen Spiegelreflexmodellen (SLRs) kann die Farbtemperatur der Lichtquelle auch über Kelvinwerte im Bereich von 2.800 bis 10.000 Kelvin eingegeben werden. Dies ist allerdings nur dann praktikabel, wenn diese bekannt sind oder gemessen werden können. Die wichtigsten Kelvinwerte finden sich in der Tabelle, doch diese können nur als Richtwerte dienen. Bedenkt man, dass die Lichttemperatur einer Glühbirne nicht nur von der Wattzahl, sondern auch von der Färbung des Birnenglases und dem Alter der Wolframfäden abhängt, wird klar – nur wirklich ausgemessenes Licht bringt farbrichtige Ergebnisse. Das Fotografieren mit festen Kelvinwerten ist dann zu empfehlen, wenn mit konstanter Farbwiedergabe gearbeitet werden soll.

Der vierte Weg und zugleich Königsweg heißt: manueller Weißabgleich. Mischlichtsituationen, also wenn Lichtquellen mit unterschiedlichen Lichtquellen ein Motiv beleuchten, stellen für die ersten beiden automatischen Weißabgleichsvarianten eine Herausforderung dar, die nicht immer zufriedenstellend gemeistert wird. Wie so oft gilt auch an dieser Stelle: Automatiken sind gut, manuelle Einstellungen mit dem notwendigen Know-how sind besser.

Im Gegensatz zum automatischen Weißabgleich, bei dem der hellste Motivpunkt von der Kamera als Weiß festgelegt wird, legt der Fotograf beim manuellen Weißabgleich selbst fest, welcher Bereich seines Motivs als Weiß zu gelten hat. Für den manuellen Weißabgleich wird etwas Weißes als Referenz benötigt – die Videotechnik lässt grüßen. Ein Blatt weißes Papier ohne optische Aufheller und ohne reflektierende Oberfläche ist optimal geeignet. Diese wird formatfüllend unter den gegebenen Lichtverhältnissen nahe am Motiv abfotografiert. Dann wird in der Menüsteuerung die Option »Manueller Weißabgleich« angewählt. Die Aufnahme des weißen Blattes wird dann als Referenzweiß ausgewählt. Die Kameraelektronik errechnet auf diese Weise die korrekten Einstellungen für die tatsächlichen Lichtverhältnisse. Anschließend wird noch aus den Voreinstellungen der manuelle Weißabgleich eingestellt. Die Werte für den manuellen Weißabgleich bleiben so lange erhalten, bis eine neue Referenz für Weiß abfotografiert und wie beschrieben eingestellt wird. Der Praxis-Tipp »Manueller Weißabgleich« fasst die Arbeitsschritte nochmals kurz zusammen.

Bewusste Manipulation

Hin und wieder ist die korrekte Einstellung der Kamera nicht die beste Wahl. Bewusste Verstöße gegen die neutrale Farbwiedergabe durch einen »falschen« Weißabgleich oder abweichende Kelvinwerte erzeugen ungewöhnliche Lichtstimmungen, die die Bildaussage unterstützen können. Aufnahmen bei Kerzenschein erscheinen zum Beispiel in einer warmen, goldenen Lichtstimmung, wenn der Weißabgleich für »Tageslicht« oder »Wolken« gewählt wird. Architekturaufnahmen erstrahlen in einem kühlen, technischen Licht, wenn der Weißabgleich auf »Glühlampen« eingestellt wird. Auch so manche Porträtaufnahme wirkt mit bewusst verschobenem Weißpunkt überraschend anders – einfach mal ausprobieren. Im Aufnahmemenü so mancher Kamera findet sich deshalb die manuelle WB-Korrektur, die sowohl für Einzelaufnahmen wie für das WB-Bracketing eingestellt werden kann. Mittels Tastendruck kann im eingeblendeten Koordinaten-System die Farbkorrektur eingestellt werden. Die Abkürzungen B für Blau, G für Grün, A für Gelb (Amber) und M für Magenta helfen bei der Findung der entsprechenden Farbkorrektur, der Zahlenwert im mit »Shift« gekennzeichneten Informationsfeld gibt Auskunft über die Stärke der Korrektur. Noch mal mehr Möglichkeiten bietet das WB-Bracketing. Damit werden statt einer Aufnahme gleich drei belichtet – mit den eingestellten Korrekturen des Weißabgleichs. Diese Korrekturen können entweder an der vertikalen oder auch an der horizontalen Achse des Koordinatensystems ausgerichtet werden.

Der Weißabgleich kann auch nachträglich mit einer Bildbearbeitungssoftware am Computer durchgeführt werden. Uneingeschränkt zu empfehlen ist dies aber nicht, da mit jeder Korrektur ein Stück vom Tonwertumfang des Bildes verloren geht. Im Extremfall können helle Bildelemente »ausfressen« oder dunkle Bildpartien absaufen. Besser ist, direkt farblich korrekt zu fotografieren.

Fazit

Für die bei normalem, konstantem Tageslicht aufgenommenen Bilder reicht der automatische Weißabgleich in der Regel aus. Bei Standard-Lichtsituationen führen die voreingestellten Werte meist zu guten Ergebnissen. Wer es ganz genau wissen will, der verwendet den auf die konkrete Lichtsituation abgestimmten manuellen Weißabgleich und erhält so in jedem Fall »richtige« farbgetreue Bilder. Die Graukarte hat damit zumindest für die Einstellung der Farbwerte ausgedient. Hier kommt nun ein weißes Blatt Papier zum Einsatz. Achten Sie jedoch darauf die Aufnahme des Papiers auf gar keinen Fall zu hell zu belichten, denn sonst sind keinerlei brauchbare Farbinformationen mehr vorhanden. Außerdem sollten Sie eine Graukarte mit auf die Fotopirsch nehmen, denn zum Ermitteln der richtigen Belichtung gibt es nach wie vor keine bessere Alternative.

Hinweis

Ausgenommen von all diesen Überlegungen sind Bilder, die im so genannten RAW-Modus aufgenommen wurden. Diese Rohdaten werden ohne Korrekturen und damit ohne Weißabgleich gespeichert.

Praxis-Tipp: Manueller Weißabgleich

  • Ein Blatt Papier oder etwas Vergleichbares mit weißem Referenzwert möglichst nah am Motiv platzieren. Es müssen dieselben Lichtverhältnisse herrschen.
  • Belichtung ermitteln und bei automatischem Weißabgleich ein formatfüllendes Foto machen, das auf gar keinen Fall überbelichtet sein darf.
  • Aus der Menüsteuerung der Kamera die Option »manueller Weißabgleich« wählen.
  • Das Foto vom weißen Blatt Papier als Referenz auswählen und »OK« drücken.
  • Aus den Weißabgleichsvoreinstellungen den »Manuellen Weißabgleich« wählen.
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ISO-Empfindlichkeit und Bildrauschen

ISO-100er-Film für Sonnenschein, ISO-400er-Film für bewölkten Himmel und der ISO-200er als Allrounder gehören zur Standardausrüstung des Analog-Fotografen. Der ISO-Wert (International Standardization Organisation) ist die genormte Angabe für die Lichtempfindlichkeit des Films. Die ISO-Werte sind eine arithmetische Zahlenreihe, bei der eine Verdopplung des Wertes eine Verdopplung der Empfindlichkeit bedeutet.

 

Stichworte zum Inhalt

ISO-Wert

Bildrauschen

Rauschunterdrückung

 

Je schlechter die Lichtsituation, desto höher sollte die Empfindlichkeit des Films gewählt werden, um verwacklungsfreie und richtig belichtete Aufnahmen zu erhalten – so lautet die Regel, die auch in der digitalen Fotografie ihre Gültigkeit hat. Mit einer Ausnahme: Was in der analogen Fotografie der Film, ist in der digitalen Fotografie der Sensor. Dieser registriert das einfallende Licht in Form von elektrischer Ladung, das als analoge Daten weitergeleitet und anschließend zum digitalen Bild umgewandelt wird. Unterschiedliche Helligkeitswerte werden in diesem Prozess durch unterschiedlich starke elektrische Ladungen dargestellt. Die Empfindlichkeit des Sensors wird also nicht geändert, sondern die Intensität der elektrischen Ladungen. Bei hellem Licht erfolgt ein stärkeres elektrisches Signal als bei einer dunklen Beleuchtung. Ist nur wenig Licht vorhanden, wird das elektrische Signal verstärkt. Die Verstärkung dieses Signals wird in Analogie zu den ISO-Werten angegeben. Als Berechnungsbasis für die ISO-Werte dient das so genannte Mindestrauschen. Der Effekt des Rauschens ist visuell vergleichbar mit der Körnigkeit eines Filmes, bei der homogene Farbflächen durch kleine unregelmäßig auftretende fehlfarbige Punkte wiedergegeben werden.

Der Digitalfotograf regelt die Lichtempfindlichkeit per Menüsteuerung. Viele Modelle bieten Empfindlichkeiten von ISO 100 bis ISO 1600. Spitzenmodelle gehen noch einige Schritte weiter.

Wird der ISO-Wert um eine Stufe erhöht, verdoppelt sich die Lichtempfindlichkeit und somit bleibt mehr Spielraum bei der Wahl der Blenden- und Zeitkombination. Bei einigen digitalen Kameramodellen kann der ISO-Wert sogar in Drittelstufen verstellt werden. Im ISO-Automatik-Modus schaltet die Kamera automatisch auf eine höhere ISO-Stufe um, wenn das Umgebungslicht eine verwacklungsfreie Aufnahme nicht mehr zulässt. Mit jeder Erhöhung der ISO-Empfindlichkeit ist auch eine Verschlechterung der Bildqualität verknüpft, da das Bildsignal verstärkt wird und somit auch das Bildrauschen. Generell gilt: Je höher der ISO-Wert, desto grobkörniger und flauer werden die Fotos. Im Umkehrschluss gilt: Je niedriger die Empfindlichkeit, desto schärfer, kontrastreicher und farbiger die Ergebnisse.

 

ISO-Empfindlichkeit in ganzen Stufen

ISO 50

ISO 100

ISO 200

ISO 400

ISO 800

ISO 1600

ISO 3200

ISO 6400

ISO 12800

ISO 25600

ISO 51200

ISO 102400

 

Tipp

Als Faustregel für verwacklungsfreie Bilder gilt die Reziprokregel: Diese besagt, dass der Kehrwert der Brennweite der kürzesten Belichtungszeit für Aufnahmen aus der freien Hand entspricht. Bei einem 50-Millimeter-Objektiv läge die Grenze zum Verwackeln bei 1/50 beziehungsweise 1/60 Sekunde, bei einem 100-Millimeter-Objektiv bei 1/100 Sekunde usw. Dies gilt allerdings nur für statische Motive.

Bildrauschen bei hohen ISO-Werten

Als Bildrauschen wird die zufällige, fehlerhafte Farb- und Helligkeitswiedergabe von einzelnen Pixeln oder kleineren Pixelgruppen bezeichnet. Besonders deutlich zeigt sich Bildrauschen als Störmuster in homogenen Flächen und in Farbverläufen. Während die meisten Formen des Rauschens unabhängig von der Helligkeitsverteilung im Bild sind, zeigt sich das Rauschen durch einen erhöhten ISO-Wert vor allem in dunklen Bildpartien. Durch eine Erhöhung der ISO-Zahl wird das Rauschen aus den dunklen Bildpartien auf weitere Helligkeitswerte im Bild ausgedehnt. Denn das Erhöhen der ISO-Empfindlichkeit funktioniert ähnlich wie das Korrigieren einer unterbelichteten Aufnahme in der Bildbearbeitung. Der Sensor hebt dabei die dunklen Bereiche eines Bildes auf normale Helligkeit an. Damit das Bildrauschen nicht überhandnimmt, sind die meisten Digitalkameras mit Systemen zur Rauschunterdrückung ausgestattet.

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